The Initiative

No One Mourns the Wicked

Joe Biden gerät unter Druck. Unsere Weekly News.

…und wem jetzt die Rolle des Bösewichts zukommt, wollen wir bei Transatlantic Takes gar nicht verraten. Nur so viel sei gesagt: Schlechter als für den Präsidenten selbst, sieht es für seinen Herausforderer Joe Biden aus, der mit seinem Sohn nie über dessen Geschäftsbeziehungen in der Ukraine gesprochen haben will:

Spaß beiseite: Das demokratische Bewerberfeld lichtet sich zwar weiterhin nicht, doch die nächste Debatte wird nur noch mit einem Dutzend Präsidentschaftsbewerbern besetzt sein. Zugleich kristallisiert sich ein Dreikampf zwischen Joe Biden, Sen. Elizabeth Warren und Sen. Bernie Sanders heraus. Entsprechend könnte auch das harte Vorgehen von Rep. Tulsi Gabbard, die übrigens am 15. Oktober wieder dabei sein wird, einem Ansinnen dienen, running mate zu werden.

Spannend bleibt es jedoch zwischen Sen. Sanders und Sen. Warren – trotz weitgehend identischer politischer Ansichten und gegenseitiger Sympathie befinden sich auch knapp ein Jahr vor den Wahlen noch beide Kandidaten im Rennen. Sanders‘ Herzinfarkt könnte dieses Rennen entscheiden, sollte der Senator aus Vermont sich aus den Vorwahlen zurückziehen. Doch keine Sorge, Bernie bros: An der Debatte am 15. Oktober wird Sanders teilnehmen.

Wer sind eigentlich Jack Burkman und Jacob Wohl und warum sollte es Euch interessieren? Ganz einfach – bei allem Ernst, den Vorwahlen, Handelskonflikte und ein mögliches Impeachment mit sich bringen, darf auch der Humor nicht zu kurz kommen. Dafür sorgt mit Burkman und Wohl ein Duo, das sich schon mehrfach durch reißerische Meldungen in die Schlagzeilen zu bringen versuchte, die selbst Kellyanne Conway nicht mehr als alternative facts durchgehen lassen würde.

Have fun going down that rabbit hole. Im Übrigen sind Burkman und Wohl gar keine pro-Trump smear artists, denn Sen. Sanders hat ja schließlich auch das Burkman-Wohl Seal of Approval erhalten:

Save the Climate. Eat your Baby.

Nein, ihr seid nicht versehentlich bei Alex Jones gelandet. Denn in Zeiten, in denen sich Menschen offen dazu bekennen, keine Kinder haben zu wollen, weil diese das Klima verschlechtern würden und außerdem in der schlechtesten Epoche seit, ja, seit jeher leben würden, ist das, was folgt, scheinbar zum Mainstream geworden. Nur so am Rande: Die extreme Armut weltweit wurde in den letzten Jahrzehnten um 75% verringert. Kindersterblichkeit, Hunger, Kinderarbeit, Arbeitszeit, der Anteil des Einkommens, der für Nahrungsmittel aufgewendet werden muss – alles rückläufig!

Bei einem town hall meeting mit dem Aufruf konfrontiert, dass der einzige Weg, das Klima doch noch zu retten, sei, Säuglinge zu essen, macht Rep. Ocasio-Cortez (D-NY) schnell deutlich, dass das natürlich Unsinn sei. Oder auch nicht. Anstatt einfach festzustellen, dass es sich hier um eine leicht zu durchschauende provokative Fragestellung handelt, geht „AOC“ doch recht zögerlich auf den heckler ein.
Dann ist das halt so und dann essen wir halt die Kinder.

Impeachment oder Wiederwahl?

Hier ist nicht nur Präsident Trump gemeint. Vielmehr auch von den Demokraten, die in umkämpften Wahlbezirken einen Sieg im letzten Jahr errungen haben und sich nun in einem schwierigen Balanceakt wiederfinden: „I didn’t go to Washington to impeach the President“, heißt es etwa von Rep. Elaine Luria (D-VA). Denn während einige Demokraten gerne noch länger gewartet hätten, gab das oftmals zögerliche Zustimmen von neuen Repräsentanten aus swing districts den Ausschlag, damit auch im Büro des Speaker of the House ein Impeachment nicht länger abgelehnt werden würde.

Wie einige Demokraten selbst die ab dem 15. Oktober stattfindenden Vorgänge bewerten, hat etwa die Washington Post beleuchetUnd auch wir bei Transatlantic Takes haben einen Blick auf die wichtigste Frage geworfen: Was bedeutet das Impeachment-Verfahren für die kommenden PräsidentschaftswahlenAch, und dann gibt es da ja noch einen zweiten Whistleblower, heißt es.

Kultur

Als die dreizehn Kolonien ihre Unabhängigkeit erkämpften, blieb ein späterer Bundesstaat zunächst auf sich allein gestellt: Erst am 04. März 1791 trat die Republic of New Connecticut, später auch Vermont Republic, der Union bei – als vierzehnter Staat und erster NeuzugangUnd auch heute ist Vermont immer wieder ein interessanter Sonderfall: Ob Bernie Sanders oder Norman Rockwell, der Green Mountain State sorgt immer für interessante Persönlichkeiten. Mehr zu Vermont in den 1960ern, der Zeit, als der Staat zur Heimstatt für Hippies wurde, weiß Brian T. Allen vom National Review.

Und was sonst noch sehenswert ist? Nicht nur die neue Staffel des US-Bachelor wird gerade gedreht (mehr über die Abenteuer von Pilot Peter gibt’s ab Januar auf ABC oder schon jetzt in der US-amerikanischen Cosmopolitan), sondern auch ganz viele andere Serien. Diese Woche legen wir Euch auf Netflix „The Politician“ ans Herz.

Und passend dazu verabschieden wir Euch mit Lana del Rey in die neue Woche.
May God bless the United States of America. And Norman fucking Rockwell.

 

Titelbild: Secretary Kerry Looks as Vice President Biden Shakes Hands With Ukrainian President Poroshenko in Davos. U.S. Department of State. CC 2.0.

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